Bei der Autoentsorgung und Verschrottung bares Geld sparen

Es ist eine Hiobsbotschaft, die man nur ungern von der Werkstatt seines Vertrauens hört: Die Kosten für eine Reparatur übersteigen den Zeitwert des Fahrzeugs, die einzig sinnvolle Entscheidung wäre eine Verschrottung.

Häufige Ursachen, warum eine Verschrottung nötig wird:

  1. Die periodische Fahrzeugprüfung (MFK) ist ohne größeren Reparaturaufwand nicht mehr zu bestehen, die Reparaturkosten übersteigen den Zeitwert.
  2. Schaden an Motor oder Getriebe, deren Reparatur oft nur durch einen kompletten Austausch möglich ist. Selbst gebrauchte und generalüberholte Motoren und Getriebe übersteigen im Preis sehr schnell den Restwert eines PKW.
  3. Unfallschaden übersteigt den Zeitwert des Fahrzeugs, eine Fahrtüchtigkeit ist ohne Reparatur nicht mehr gegeben.
  4. Alterbedingt auftretender Reparaturstau bei dem immer mehr kleine Defekte in immer kürzerer Zeit auftreten und einen Weiterbetrieb des KFZ unwirtschaftlichen machen.

(Schweizer Autoentsorgung Doku von der NZZ)

Oft wird diese Nachricht gleich begleitet von einem Angebot zur fachgerechten Entsorgung, gegen Bezahlung.

Auf solche Angebote sollte man niemals eingehen, denn solange es sich nicht um ein vollkommen zerstörtes oder ausgebranntes Fahrzeug handelt, hat es immer noch einen gewissen Schrottwert, einige Teile lassen sich evtl. als Gebrauchtteile weiterverkaufen.

Genau hier kommen professionelle Autoverwerter ins Spiel, die Fahrzeuge, entgegen der in Film und Fernsehen oft bemühten Klischees von der „Schrottpresse“, fachmännisch zerlegen, trockenlegen, brauchbare Teile zum Verkauf behalten und den Rest, getrennt nach Material, zur Weiterverwertung geben. Einzig die Karosserie landet zum besseren Effizienz des Transports in der Presse. Im Schnitt sind etwa 95% des gesamten Gewichts eines Fahrzeugs entsorgbar und um die 85% sogar komplett wiederverwertbar, wirklicher „Müll“ ist also nur ein ganz kleiner Anteil des KFZ.

Das Geschäft lohnt sich für beide Seiten: Der Materialwert und noch verwendbare Teile erlauben es in der gesamten Schweiz tätigen Unternehmen wie „Gratis Autoverwertung Schweiz“ eine kostenlose Abholung direkt vor Ort und Verwertung anzubieten, ohne versteckte Zusatzkosten. Auch eine des Fahrzeugausweises beim Wohnkanton wird meist mit angeboten.

Bevor überhaupt an eine Verschrottung gedacht wird, sollte aber ein letzter Verkaufsversuch unternommen werden, denn oft lassen sich mit einem nach Schweizer Maßstäben schrottfreifen Auto noch einige Franken durch den Verkauf an einen Exporthändler verdienen. Diese Händler verbringen die Fahrzeuge ins Ausland, oft Osteuropa oder Nordafrika, wo sie zu sehr günstigen Stundelöhnen für ein zweites Fahrzeugleben im fernen Ausland, wo oft geringere Hürden für eine Immatrikulation und den Betrieb gelten, hergerichtet werden.