Autofahren – Gefährlicher mit dem Alter?

Einige ältere Menschen kennen das Problem, ohne Auto würden sie Gefahr laufen ihre Selbständigkeit zum Teil zu verlieren. Sie verlieren mit dem Verlust des Fahrzeugs ihre Flexibilität, ein wahnsinnig großer Einschnitt in ihrem Leben, nach Jahrzehnten des Autofahrens. Dabei müssen jedoch zweierlei Interessen berücksichtigt werden. Ältere Menschen haben ein Recht auf ihre Flexibilität, aber andere Verkehrsteilnehmer auch auf ihre Sicherheit. Die Fragen die sich dabei stellt, ist ob so manch ein älterer Mensch noch in der Lage ist ein Kraftfahrzeug zu führen? Natürlich, klar, sagen da die meisten der Betreffenden, doch wie sieht es wirklich aus, ist das Alter im Verkehr eine ernstzunehmende Gefahr?

Gefahr oder übertrieben?

unfallrisiko-autofahrenDagegen spricht auf jeden Fall eine Untersuchung, welche besagt, dass ab einem alter von 70 Jahren das Unfallrisiko erheblich steigt. Die Reaktionszeit verkürzt sich bei vielen und die Augen können auch schlechter werden, beides wichtige Dinge beim Autofahren. Für die Senioren spricht natürlich ihre Erfahrung, aber die Gefahren dürfen
wir trotzdem nicht übersehen. In anderen Ländern Europas gibt es keinen Führerschein für immer wie hier. In den Niederlanden oder Spanien wird mehr als einmal zur Fahrprüfung gebeten. Das ist dann natürlich nicht wie beim ersten Mal, es wird aber doch die Fahrtüchtigkeit geprüft. Es werden auch einige Wissensfragen gecheckt, aber
hauptsächlich geht es um die Wahrnehmung und vor allem um die Reaktionsfähigkeit.Viele Senioren vermeiden bereits durch eigene Strategien Unfälle, so fahren sie nicht Nachts oder bei starken Regen. Die meisten Unfälle finden dabei auch nicht unbedingt wegen überhöhter Geschwindigkeit statt, es sind eher die kleinen Unaufmerksamkeiten. Zum
Beispiel beim rückwärts fahren oder Abbiegen.

Technik ist gut, aber nicht genug

Aber auch unsere Technik kann helfen, unser Autos noch sicherer zu machen. Wer selbst Probleme bemerkt sollte sich zumindest überlegen ein Auto mit Parksensoren und Rückfahrkamera anzuschaffen oder diese einzubauen. Das große Problem ist, dass es immer mehr ältere Menschen gibt und die Menschen dazu auch noch immer älter werden. Daher ist es eine gute Idee sich darauf vorzubereiten um unsere Straße sicherer zu machen. Ein Weg wäre es, für Senioren mehr technische Hilfsmittel zu entwickeln, was jedoch nur bedingt etwas bringt Die einzige wirkliche Möglichkeit dabei besteht darin, in bestimmten Abständen den Führerschein durch eine Prüfungsstelle neu ausstellen zu lassen. Dabei
könnten dann Sehfähigkeit, Gehör und die Reaktionszeit getestet werden. Eine Stunde, alle 10 Jahre ab dem 70. Geburtstag wäre doch beispielsweise eine faire Geschichte. Vielleicht fahren wir ja in 20 Jahren auch alle schon in automatischen Fahrzeugen, zumindest wenn es nach Google geht. Ansonsten aber, sollten wir uns dem Problem
bewusst werden und nach einer Lösung suchen.


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