Der neue VW Atlas überzeugt in vieler Hinsicht

VW hatte sich in den USA mühevoll ein Standbein geschaffen. Allerdings haben „Dieselgate“ und Abgasproblematik schlechten Eindruck hinterlassen. Der VW Atlas, ein großer Siebensitzer-SUV auf dem Fundament des Tiguan. Die amerikanischen VW-Händler forderten solch ein Modell. Aber was sagt die US dazu? Hier nun die ersten Ergebnisse.

Crossover vorteilhafter als Minivan

Eine Modeerscheinung ist der Crossover allemal nicht. Das SUV ist sehr klassisch gestaltet und ähnelt immer mehr dem CUV. Vorstadtbewohner fühlen sich damit angesprochen. Das Crossover-Segment wird immer mehr zu einem Familienlaster anstelle des Minivans. Klassische Kombis werden wohl bald groß im Kommen sein. Wie einst beim Minivan ist der Midsize-Crossover in den USA ein Familienauto, ausgestattet mit drei Sitzreihen. Minivans haben viel zu bieten, sind aber nicht mehr ansehnlich genug. Ein Midsize-Crossover hingegen aber schon? Meist sind diese immer weltlich. Der neue siebensitzige VW Atlas ist dafür ein typisches Beispiel. Erbaut wurde dieser in Tennesse und ist somit für die Amerikaner das erste Auto der Marke aus diesem Bereich.

Design und Bedienung mit Hindernissen

VW Atlas USA Cockpit

Zum Design des größten VW ́s in Amerika. Er zeichnet sich aus durch eine rechtwinklige und geradlinige Figur. Lackiert im sportlichen „Kurkama Yellow“ . Aber Aussehen ist nicht alles. Sein Cockpit ist sehr aufgeräumt, gleichmäßig und glatt. Welche Knöpfe zu drücken sind, ist dadurch kaum ersichtlich, da kein Acht-Zoll-Touchscreen vorhanden ist. Zu finden sind eigentlich nur Schriftzüge mit „Menu“, „Media“ oder „Nav“. Allerdings wirken die glatten Hochglanzoberflächen sehr edel. Damit sind wir bei den Hindernissen des Altas. Beim Fahren ist es so gut wie unmöglich das Menü zu bedienen, da man die Knöpfe nicht erfühlen kann. Der Fahrer ist meist gezwungen, das Auto anzuhalten.

Modelle und Verbrauch

Im Angebot sind Modelle mit 3,5-Liter-V6-Saugbenziner, aber auch ein Turbo-Vierzylinder mit zwei Liter Hubraum. Der Turbo-Vierzylinder verfügt über 238 PS und 350 Newtonmeter. Wer Allradantrieb bevorzugt, bekommt hier aber nur einen Sechszylinder. Sein Gewicht liegt bei ca. 2 Tonnen und der V6- Atlas hat einen durchschnittlichen Verbrauch. Der VW bietet nur in seinem Segment eine Achtstufen- Automatik, die serienmäßig ist. Die Schaltung ist sanft, leichtes Zögern beim Gasgeben kommt allerdings vor. Man muss sich ebenso damit abfinden, dass der maximale Drehmoment höher ist. In diesem Fall bietet der Turbo-Vierzylinder vielmehr Spaß. Dennoch ist der V6 absolut fähig durch die Berge von Texas zu fahren, ohne jegliche Probleme. Eltern werden ebenso begeistert sein. Im Großen und Ganzen hat der V6 eine gute Handhabung.

Einwandfreies Fahrverhalten

Der Atlas verfügt über einen modularen Querbaukasten (MQB). Golf führte diesen ein und auch der Tiguan trägt den MQB unter der Haube. Spürbar ist eine gewissen Wankneigung, allerdings nicht gravierend. Die Steuerung ist einwandfrei und somit ist das Fazit, das alles gut aufeinander abgestimmt ist. Abgesehen von dem annehmbaren Styling ist der VW Atlas ein beachtenswertes Automobil. Die Assistenzsysteme sind kinderleicht ausschalten und das Spurhaltesystem ist herausfordernd.

Ohne Ende Platz

VW Atlas mit genügend Sitz Freiheit

Der Atlas weist eine Länge von 5,04 Meter, einer Höhe von 1,78 Meter und einer Breite von 1,99 Meter auf. Vergleichbar mit dem Ford Explorer. Dennoch bietet der VW deutlich mehr Platz. Ein Gepäckvolumen von 2.741 Liter und klappt man die zweite und dritte Sitzreihe um, so kann man in dem VW sogar nächtigen. Jeder Sitzplatz weist genügend Freiheit auf, sodass sich niemand zu Nahe kommt.

Serienmäßige Ausstattung

Der VW Atlas kam im Frühjahr 2017 mit 31.900 Dollar auf den Markt. Und zwar in der S-Version mit Frontantrieb. Mit Allrad kostet der Atlas 1.800 Dollar mehr. Den Turbo-Vierzylinder mit Frontantrieb gibt es bereits ab 30.500 Dollar. Umgerechnet sind das ca. 28.800 Euro. Die Ausstattung ist serienmäßig mit LED-Scheinwerfer, 18-Zoll-Alufelgen, ein 6,5-Zoll-Farbtouchscreen und auf Wunsch auch eine Rückfahrkamera. In dem Atlas SEL Premium 4Motion kann man mit noch mehr Ausstattung rechnen. Die Rede ist von der digitalen 12,3-Zoll-Instrumente, ein Park-Assistent, Ledersitze mit Belüftung, ein Fender-Audiosystem mit zwölf Lautsprechern, eine Sitzheizung hinten oder auch eine 360-Grad- Kamera. Der Preis liegt hier allerdings bei 49.415 Dollar (ca. 46.700 Euro).


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