Wann lohnt sich eine verstärkte Kupplung?

Bei Pkws mit Anhängerbetrieb und im Rennsport sind verstärkte Kupplungen inzwischen Standard. Unter bestimmten Voraussetzungen lohnt sich das Tuning auch für ganz normal genutzte Fahrzeuge.

Das bringt eine verstärkte Kupplung

Die Kupplung hat die Aufgabe, die Kraft zwischen Motor und Getriebe zu übertragen. Autokupplungen müssen unterschiedlichste Anforderungen erfüllen und haben einen entscheidenden Einfluss auf das Fahrgefühl. Beispielsweise macht sich die Kupplung beim Anfahren bemerkbar, läuft alles reibungslos, sind die Schaltwege kurz und das Anfahren gelingt sanft. Die serienmässig verbauten Kupplungen sind so beschaffen, dass unter normalen Nutzungsgewohnheiten die Kraftübertragung sichergestellt ist. Unter bestimmten Umständen muss eine verstärkte Kupplung eingebaut werden.

Wird der PKW regelmässig im Anhängerbetrieb verwendet, sind die Anforderungen an die Kupplung höher. Die erhöhte Beanspruchung tritt auch bei einem leistungsgesteigerten Motor auf, deswegen werden im Rennsport verstärkte Kupplungen verwendet. Wer sein Auto durch Chiptuning leistungsfähiger gemacht hat, muss ebenfalls eine verstärkte Kupplung einbauen. Werden nicht alle Komponenten der gesteigerten Leistung des Fahrzeuges angepasst, drohen Motor- und Getriebeschaden.

Eine verstärkte Kupplung hat bei normalem Betrieb eine längere Lebensdauer, sie beträgt in etwa das 1,5-fache von der Standardkupplung.

Verstärkte Kupplung im Gebirge

Viele Autofahrer in der Schweiz fahren ständig bergauf. Es kann durchaus sinnvoll sein, die Kupplung zu verstärken, wenn hauptsächlich starke Steigerungen und Gefälle bewerkstelligt werden. Das erhöht die Lebensdauer des Getriebes, des Motors und der Kupplung. Geländetaugliche Fahrzeuge haben allerdings von Werk aus eine stärkere Kupplung, diese müssen nicht nachgerüstet werden. Für eine Verstärkung werden die einzelnen Bestandteile der Kupplung durch modifizierte Bauteile ersetzt. Üblicherweise werden verstärkte Druckplatten und härtere Membranfedern eingesetzt.

Soll hingegen das Auto renntauglich gemacht werden, wird üblicherweise die Kupplung nicht nur verstärkt, sondern auch leichter gebaut. Denn ein reduziertes Gewicht führt zu schnelleren Schaltvorgängen, deswegen werden im Rennsport Kupplungen aus Kohlefaser eingesetzt. Für den Strassenwagen ist eine solche Kupplung allerdings nicht empfehlenswert, zwar wird das Hochschalten des Motors aus den unteren Drehzahlbereichen schneller, die Kohlefaserkupplung hat aber eine niedrigere Lebensdauer und verschleisst entsprechend schnell.

Fazit: Der Einbau einer verstärkten Kupplung ist vor allem dann sinnvoll, wenn mit dem Fahrzeug regelmässig Anhänger transportiert werden. Der Verschleiss einer verstärkten Kupplung ist langsamer, deswegen kann das Nachrüsten auch sinnvoll sein, wenn das Fahrzeug hauptsächlich im Gebirge genutzt wird. Der Einbau einer verstärkten Kupplung ist auch im Rennsport üblich, hier wird vor allem auf eine leichte Kohlefaserkupplung gesetzt. Für Strassenwagen sind Kohlefaserkupplungen aber aufgrund des schnellen Verschleisses nicht empfehlenswert.


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